Peeling & Fruchtsäure-Routine
Ein Fruchtsäure-Peeling ist eine kosmetische Hautanwendung, bei der die obersten Hautschichten kontrolliert und schonend exfoliert werden. Die Haut kann dadurch vorübergehend empfindlicher auf äußere Einflüsse reagieren.
Damit Ihre Haut die Anwendung bestmöglich verträgt, beginnen wir jede Behandlung mit einer kurzen Hautanalyse und einem persönlichen Vorgespräch. Gemeinsam besprechen wir Ihren aktuellen Hautzustand, Ihre Pflegeroutine und mögliche Besonderheiten, um die Behandlung individuell anzupassen.
Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung unterstützt ein gleichmäßiges und angenehmes Behandlungserlebnis. Wir empfehlen:
- Retinol, Retinal sowie AHA-, BHA- oder andere exfolierende Produkte etwa 3–5 Tage vor der Behandlung auszusetzen;
- auf mechanische Peelings, Bürsten oder stark reizende Pflegeprodukte einige Tage vorher zu verzichten;
- intensive Sonneneinstrahlung und Solarium möglichst 48 Stunden vor der Behandlung zu vermeiden;
- Waxing, Sugaring oder Rasur im Behandlungsbereich mindestens 24 Stunden vorher nicht mehr durchzuführen;
- am Behandlungstag möglichst ohne Make-up oder mit gereinigter Haut zu erscheinen.
Wann am schönsten
Wenn Ihr Tag es zulässt, legen wir das Peeling gern auf den späten Nachmittag. Der Grund ist einfach: frisch exfolierte Haut reagiert empfindlicher auf Licht — ein Termin am Nachmittag schenkt ihr die ganze Nacht, um zur Ruhe zu kommen, bevor sie wieder ins Tageslicht geht.
Hinzu kommt, dass die Haut einer eigenen Tagesrhythmik folgt: Sie arbeitet tagsüber eher schützend und in den Abend- und Nachtstunden eher erneuernd — die Zellteilung in der Oberhaut ist zu dieser Zeit deutlich lebhafter als um die Mittagszeit.
Nach der Anwendung
Nach einem Fruchtsäure-Peeling benötigt die Haut einige Tage, um sich zu regenerieren. Während dieser Zeit empfehlen wir:
- täglich einen Sonnenschutz mit mindestens SPF 50 anzuwenden und direkte Sonneneinstrahlung möglichst zu vermeiden;
- die Haut mit einer milden, parfumfreien Pflege und ausreichend Feuchtigkeit zu unterstützen;
- für etwa 5–7 Tage auf Retinol, Fruchtsäuren, Peelings und andere stark aktive Wirkstoffe zu verzichten;
- die Haut nicht zu reiben oder zu stark zu beanspruchen;
- Sauna, Dampfbad, Solarium sowie intensive sportliche Belastung am Behandlungstag möglichst zu vermeiden.
Eine leichte Rötung, ein Spannungsgefühl oder eine feine Schuppung können in den ersten Tagen auftreten und gehören zu den möglichen Reaktionen der Haut. Bitte lösen oder entfernen Sie sich ablösende Hautschüppchen nicht mechanisch.
Individuelle Hautsituationen
Jede Haut ist einzigartig. Einige Hautzustände oder gesundheitliche Besonderheiten können Einfluss auf die Behandlung haben. Bitte weisen Sie uns vor der Behandlung auf folgende Punkte hin:
- gereizte, verletzte oder sonnenverbrannte Haut
- aktive Entzündungen, Ekzeme oder Neurodermitis im Behandlungsbereich
- Herpes simplex oder andere akute Hautinfektionen
- frische Rasur, Waxing oder Sugaring im Behandlungsbereich
- kürzlich durchgeführte kosmetische oder dermatologische Behandlungen (z. B. Laser, Microneedling oder chemische Peelings)
- Einnahme oder kürzlich abgeschlossene Therapie mit Isotretinoin (z. B. Aknenormin®, Roaccutan®)
- regelmäßige Anwendung hochdosierter Retinoide oder verschreibungspflichtiger Wirkstoffcremes
- Schwangerschaft oder Stillzeit
- bekannte Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber kosmetischen Inhaltsstoffen
Bitte sprechen Sie uns diese Punkte vorab an, damit wir die Anwendung achtsam darauf abstimmen können. Bei bestehenden Erkrankungen, laufender ärztlicher Behandlung oder Unsicherheiten klären Sie die Eignung bitte vorab mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Wichtige Hinweise
Das Behandlungsergebnis entwickelt sich individuell und hängt unter anderem vom Hautzustand, der anschließenden Pflege und dem konsequenten Sonnenschutz ab.
Sollten nach der Behandlung ungewöhnlich starke oder anhaltende Beschwerden auftreten, empfehlen wir, die Anwendung geeigneter Pflegeprodukte zunächst zu pausieren und sich ärztlich beraten zu lassen.
Realistische Erwartungen
Zwei Menschen, dieselbe Anwendung, zwei verschiedene Tage danach — was die Haut daraus macht, entscheidet sie selbst.
Der Rhythmus. Die Oberhaut erneuert sich in etwa vier Wochen — und sie tut es weiter, ein Leben lang, nur langsamer, je älter wir werden. Deshalb folgt die Pflege dem Zyklus der Haut: alle zehn bis vierzehn Tage, nah genug, um die Erneuerung zu treffen, und weit genug, damit die Hautbarriere sich zwischendurch vollständig aufbaut. Wie viele Anwendungen aufeinander folgen, richtet sich nach Ihrer Haut — vier bis sechs sind ein guter Anfang, und danach trägt der Rhythmus weiter.
Was sich wann zeigt — und was es hält. Glätte und Frische beschreiben viele bereits nach der ersten Anwendung; das Hautbild als Ganzes — Ebenmäßigkeit, Struktur — zeigt sich ab der dritten bis vierten. Danach geht es ums Halten: mit einem ruhigeren Takt, oft drei bis vier Anwendungen im Jahr, trägt die Pflege die Erneuerung weiter. Und was zwischen den Terminen geschieht, entscheidet mit: täglicher Sonnenschutz ist die Hälfte des Ergebnisses — und die wirksamste Vorbeugung, die wir kennen.





